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Diese körperlichen Symptome können von Depressionen verursacht werden – eine Übersicht

Zuletzt aktualisiert am 28. Januar 2021 von Elli


Diese Übersicht ist zu lang.

Viel zu lang für die These, dass Depressionen hauptsächlich das Gemüt betreffen.

Dass es „nur psychisch“ ist, wenn du dich schon seit Wochen schlecht fühlst.

Dass du einfach ein bisschen umdenken müsstest, und dann wird das schon wieder.

Denn: Depressionen haben messbare Effekte auf den Körper. Sie stören nicht nur Regelkreisläufe wie Schlaf oder Appetit. Sie greifen in dein Immunsystem ein, verändern Stressachsen und verstärken Entzündungsprozesse.

Gerade im Fall von Entzündungen kann es allerdings auch umgekehrt laufen: Wie der britische Neuropsychiater, Neurowissenschaftler und Cambridge-Professor Edward Bullmore in seinem Buch „Die entzündete Seele“ gezeigt hat, können Entzündungen im Körper zu depressiven Symptomen führen.

Diese enge Verbindung von Körper & Geist ist bei Depressionen (mindestens) in dreierlei Hinsicht wichtig.

Erstens, weil diese Tatsache sehr deutlich macht, dass es eben nicht reicht, „sich zusammenzureißen“, um wenigstens für andere normal zu wirken. Dein Körper weiß trotzdem Bescheid. Und du innerlich ja auch.

Zweitens, weil die körperlichen Symptome von Depressionen noch einmal unterstreichen, wie wichtig es ist, dass du dein Befinden ernst nimmst. Gehe nicht einfach darüber hinweg. Geh zum Arzt; oder zum Sport; fahr an den See. Irgendetwas, das dir weiterhilft, und/oder dir Freude macht. Freude ist ein unterschätztes Konzept! (Und lässt, vor allem in Kombination mit anderen positiven Gefühlen wie Zufriedenheit oder Stolz, deine Entzündungswerte sinken. Aber das nur nebenbei.)

Und drittens, weil man um die körperliche Dimension von Depressionen wissen muss, um sich keine Sorgen um weitere Gesundheitsprobleme zu machen, wenn gefühlt nichts mehr richtig funktioniert.

Übrigens: Ob und wie viele körperliche Symptome jemand entwickelt, ist sehr individuell. Bei einer „versteckten“ oder „larvierten“ Depression kann es sein, dass jemand fast nur körperliche Beschwerden hat.

Und was diese Beschwerden angeht, ist fast alles möglich – auch das scheinbare Gegenteil von körperlichen Zuständen: Man kann zu viel schlafen, zu wenig, zu hohen Blutdruck haben, zu niedrigen, ständig frösteln oder umgekehrt: Hitzewallungen haben. Depression betrifft jeden anders.

Mögliche körperliche Symptome, die im Rahmen von Depressionen auftreten können

  • Muskelschmerzen (oft: Rücken- oder Kopfschmerzen)
  • Häufiges Muskelzucken
  • Gefühl von Muskelschwäche
  • Verspannungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herzklopfen / beschleunigter Herzschlag / Herzrasen
  • Engegefühl in der Brust
  • Herzstechen
  • Appetitverlust oder Steigerung des Appetits (auch beides abwechselnd ist möglich)
  • Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme
  • Verdauungsbeschwerden: Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Bauchschmerzen, Sodbrennen
  • Kopfschmerzen: Spannungskopfschmerz oder Migräne
  • Schweregefühl in Armen und Beinen
  • Sehstörungen, z.B. erhöhte Lichtempfindlichkeit oder das Gefühl, nicht richtig scharf zu sehen
  • Tinnitus
  • Geräusch-Überempfindlichkeit
  • Schwindel
  • Zu hoher oder zu niedriger Blutdruck
  • Engegefühl im Hals („Kloßgefühl im Hals“)
  • Hitzewallungen
  • Schweißausbrüche
  • Kältegefühl
  • Trockener Mund
  • Brennendes Gefühl auf der Zunge
  • Missempfindungen der Haut (Jucken, Kribbeln)
  • Bei Frauen: Zyklusstörungen
  • Bei Männern: Potenzprobleme
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Verlangsamte Wundheilung
  • Neigung zu Entzündungen
  • Kreislaufstörungen
  • Störungen beim Wasserlassen, z.B. häufiger Harndrang
  • Schlafstörungen (Einschlafstörungen; nächtliches oder frühmorgendliches Erwachen; Schlaflosigkeit, aber auch übermäßiges Schlafen)
  • Erschöpfung

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Kurzum: Depressionen bedeuten Stress für den Körper.

Einige der Symptome, z.B. Erschöpfung, lassen sich bei manchen Menschen gut mit „natürlichen Antidepressiva“ behandeln – in diesem Fall z.B. von einer Tageslichtlampe (oder genügend Zeit an der frischen Luft).

Besonders wichtig ist es auch, Schlafstörungen in den Griff zu bekommen. Denn Schlafmangel für sich genommen kann Ursache vieler Gesundheitsprobleme sein, z.B. zu erhöhter Infektanfälligkeit führen – und: Er begünstigt Schmerzzustände. D.h., wenn du wenig geschlafen hast, spürst du vorhandene Schmerzen mehr.

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